| AllegroSurf an sich funktioniert, größter Kritikpunkt
aber ist das manchmal komplizierte Setup der Client-Software. Verschiedene
Programme bedürfen verschiedenster Einstellungen, bei verschiedenen
anderen Dingen müssen wieder quasi "Tricks" angewandt
werden, um die manchmal unintelligente Software zur Zusammenarbeit
zu bewegen, usw. usw.
Oder was, wenn man ein Notebook verwendet, das im Büro in einem
mit AllegroSurf ans Internet angebundenen Netzwerk arbeitet, aber
unterwegs auch ohne AllegroSurf im Internet surfen können soll?
SOCKS ist die Lösung.
Für den Netscape Communicator ist das von Haus aus keine große
Hürde: Gibt man unter den PROXY-Einstellungen "SOCKS" AllegroSurf
als SOCKS-Server an (entweder mit IP-Adresse oder mit Rechnernamen),
so erledigt den Rest der Communicator. Mehr braucht's nicht. Ähnliches
leistet auch der Internet-Explorer.
An sich also eine feine Sache so ein SOCKS-Server, doch wie kriegt
man den Windows-Rechner vor Ort nun dazu, ein derartig einfaches
Setup zu gestatten? Gaaanz einfach :-) - Einen der zahlreichen SOCKS-Clients
ausgesucht und installiert, schon kann's losgehen.
Ein SOCKS-Client tut nichts anderes als die Anforderungen der verschiedenen
Internet-Anwendungen an einen SOCKS-Server zu schicken und die Rückmeldung
von diesem wieder an die Anwendung zu senden. Auf diese Art und Weise
merkt die Anwendung nichts davon, dass sie "hinter" einer
Firewall sitzt und umgekehrt sorgt der SOCKS-Server für die
notwendige Sicherheit gegenüber potentiellen Angriffen von außen
bzw. - im Falle von AllegroSurf - sorgt dieser auch gleich für
die notwendige Internetverbindung, wenn man gerade offline ist, wird
einfach eingewählt und schon geht's weiter.
> die beste SOCKS-Lösung die wir kennen: Hummingbird
SOCKS für Windows.
> die SOCKS Referenzimplementation von NEC
Der Hummingbird SOCKS-Client sorgt dafür, dass der Zugriff
aufs lokale Netzwerk (z.B. IP-Range 192.168.0.0 bis 192.168.3.0)
direkt durchgeführt wird, während alle anderen Zugriffe über
den SOCKS V5 Server geleitet (also AllegroSurf) werden. Schlüssel
zum Glück ist hier die Datei SOCKS.CNF im jeweiligen System-Verzeichnis
des Betriebssystems. Details dazu finden sich im beigefügten
README des SOCKS-Clients.
Ideal ist der Hummingbird-Client daher auch für Notebooks,
die manchmal unterwegs direkt mit dem Internet verbunden werden,
aber im Büro gedockt ins lokale Netzwerk die gemeinsame AllegroSurf-Verbindung
nutzen sollen.
Die NEC SOCKScap32 hingegen fungiert als eine Art Applikationsmantel
für jede Win32-Anwendung und startet diese in einer "gesocksten" Umgebung,
der Rest des Betriebssystems bleibt davon völlig unberührt.
Die SOCKS.CNF des Hummingbird-Clients ist ein sehr mächtiges
Tool mit all ihren Regelmöglichkeiten, jedoch in der Praxis
sieht der Inhalt dieser Datei im jeweiligen Windows-System-Verzeichnis
(bei NT is das /system32/Hummingbird/Connectivity/7.00/Socks/ bei
Win95/98 das /system/... unter Windows) folgendermaßen aus:
DIRECT 192.168.0.0 255.255.255.0
SOCKD5 @=192.168.0.1 0.0.0.0 0.0.0.0
Was übersetzt bedeutet, dass das lokale Netzwerk mit den IP-Adressen
192.168.0.0 bis 192.168.0.255 direkt über die Netzwerkkarte
ohne große Umstände erreicht werden kann, während
alle anderen Adressen (0.0.0.0) über einen SOCKS V5 Server erreichbar
sind, der wiederum die IP-Adresse 192.168.0.1 hat.
So konfiguriert entspricht es üblicherweise auch den AllegroSurf-Standardinstallationswerten,
jedoch sollte es auf diese Art ein leichtes sein, AllegroSurf mit
Hilfe des Hummingbird-SOCKS-Clients zu verwenden.
und hier noch unser direkter "SOCKS
HOWTO"-Link in unsere
Knowledgebase.
und hier noch der direkte download-link für den SOCKS
V5 Client von Hummingbird.
Viel Spaß! |